Verbraucherinfos

Aktuelle Warnmeldungen zu Lebensmittelprodukten, die aus Gründen der

Gesundheitsgefährdung aus dem Handel bzw. beim Verbraucher zurückgerufen

werden unter folgendem Link:

 

www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/start/bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.ss_aktuelle_warnungen

 

Weniger, aber hochwertiges Fleisch essen

 

Schweine, Hühner und Rinder sollen ein gutes Leben gehabt haben, bevor sie auf dem Teller landen. Das wünschen sich die meisten Verbraucher. Doch bis der Wunsch in allen Ställen Realität wird, ist es noch ein weiter Weg.

Schon jetzt haben Verbraucher die Wahl, ob, wie viel und welches Fleisch sie essen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE sagt, woran sie Produkte aus tiergerechter Nutztierhaltung erkennen, und gibt Tipps für den gesundheits- und umweltbewussten Einkauf…

Betriebe, die anerkannt ökologisch wirtschaften oder nach den Richtlinien von Neuland, Tierschutzverbänden und der Initiative Tierwohl arbeiten, produzieren tierfreundlicher. Sie sind beispielsweise an dem EU-Bio-Siegel, den Zeichen der Bio-Anbauverbände, dem Neuland-Zeichen sowie den Labels des Deutschen Tierschutzbundes und der Initiative Tierwohl zu erkennen.

Die Programme unterscheiden sich in den Ansprüchen, die sie an die Haltung stellen, und in der Verfügbarkeit der Produkte. Bei der Kaufentscheidung kommt es darauf an, auf welchen Aspekten der Schwerpunkt liegt. Am weitesten verbreitet ist Fleisch aus den Tierwohl-Label-Programmen des Deutschen Tierschutzbundes und der Initiative Tierwohl.

Aber auch Bio-Fleisch ist inzwischen in Discountern, Supermärkten und auf Wochenmärkten erhältlich. Wer sich für Fleisch aus Neuland-Betrieben entscheidet, kann es z. B. über das Internet oder in niedergelassenen Fleischereien beziehen.

In Deutschlands Haushalten wandern trotz rückläufigen Verbrauchs im Durchschnitt immer noch zu viele Schnitzel, Steaks und Bratwürste auf den Tisch. Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltexperten raten zu maßvollem und bewusstem Genuss. Fleisch nicht täglich, sondern nur ab und zu sowie in kleinen Mengen und als aromatische Beilage zu essen, schont Gesundheit und Umwelt.

„Kaufen Sie aus diesen Gründen lieber weißes Geflügelfleisch als rotes Fleisch vom Rind oder Schwein. Es gilt als weniger klimaschädlich und gesundheitlich verträglicher“.

Quelle: Verbraucher Initiative / 07.11.18

 

 

Foodblogger als Ernährungsexperten?

Hilfe bei Ernährungsfragen nur bei Fachkräften


Über 1.000 deutsche Foodblogs versorgen uns mit kreativen Rezepten. Professionelle Fotos lassen uns das Wasser im Munde zusammenlaufen und locken uns via Instagram, Pinterest oder Facebook auf toll gestaltete Blogs. Dort geht es um Genuss, um Selberkochen und aktuelle Trends. Die Blogger verraten ihre Lieblingsrezepte, schreiben mit einer Portion Humor über ihre Erfolge und Misserfolge in der Küche und sind dabei immer authentisch.

Drehen sich ihre Blogs um saisonale Gemüseküche, vegetarische Grillrezepte oder bunte Cupcakes motivieren sie die Menschen damit zu einer abwechslungsreichen Ernährung mit frischen Zutaten, einem nachhaltigen Lebensstil und zu bewusstem Genuss.

Manche von Foodbloggern gehypte Zutaten und Trends haben aber ihre Schattenseiten. Aktuelles Beispiel: Aktivkohle zur Herstellung von schwarzen Smoothies oder Eis. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, lässt davon besser die Finger. Auch Blogger, die sich ohne fachlichen Hintergrund als Ernährungsexperten positionieren, sind buchstäblich mit Vorsicht zu genießen.

Wer eine glutenfreie Ernährung für jedermann empfiehlt, hat die Zusammenhänge nicht verstanden. Kein Wunder, denn dazu braucht es mehr als persönliche Erfahrungen, eine Recherche im Internet oder einen Crash-Kurs zum nicht geschützten Begriff des „Ernährungsberaters“ (im Gegensatz zu „zertifizierten Ernährungsberatern“).

Menschen, die sich von Bloggern nicht nur Anregungen für abwechslungsreiches Kochen versprechen, sondern Hilfe in Ernährungsfragen suchen, sollten vorab gründlich überprüfen: Wer schreibt hier eigentlich? Welche Ausbildung hat er absolviert? Steckt ein materielles Interesse hinter den Tipps und Empfehlungen?

Auf letzteres können Hinweise wie „enthält Werbung“ deuten. Dann ist eine gewisse kritische Distanz ratsam. Im Idealfall hat der Blogger, der zu Ernährungsfragen Stellung nimmt, ein passendes wissenschaftliches Studium absolviert, ist zertifizierter Ernährungsberater oder gelernter Diätassistent. Wer solch eine Ausbildung vorweisen kann, weiß, worüber er spricht und stellt schwierige Sachverhalte differenziert dar. Und der verrät seine berufliche Herkunft gerne im „über mich“ oder Impressum.

Auch bei allen anderen können Blogposts zu komplexen Ernährungsthemen, Ernährungsstilen und -trends gut recherchiert und richtig dargestellt sein. Im Zweifel und besonders dann, wenn radikale Ernährungsumstellungen empfohlen werden, lohnt sich ein Nachforschen bei unabhängigen Organisationen wie dem Bundeszentrum für Ernährung.

Quelle: www.bzfe.de / 02.10.18

Frauen leben länger – Männer auch

Höhere Lebenserwartung, aber große Unterschiede

 

Die Europäer leben länger und sind im Alter gesünder. Allerdings sind die Fortschritte ungleich verteilt – zwischen den Ländern und zwischen den Geschlechtern. Das hat der aktuelle Europäische Gesundheitsbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gezeigt, der alle drei Jahre veröffentlicht wird.

In der europäischen Region leben die Menschen durchschnittlich mehr als ein Jahr länger als noch vor fünf Jahren. Bei den Männern ist im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 ein Anstieg von durchschnittlich 1,3 Jahren und bei Frauen von 1,0 Jahren zu verzeichnen. Auch wenn sich die Lücke der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern allmählich schließt, leben Frauen immer noch durchschnittlich 6,6 Jahre länger als Männer. Große Unterschiede gibt es nach wie vor zwischen den Ländern. So liegen zwischen dem Land mit dem höchsten (83,1 Jahre) und dem niedrigsten Wert (71,6 Jahre) mehr als ein Jahrzehnt. Die durchschnittliche Zahl der gesunden Lebensjahre ab dem 65. Lebensjahr ist auf immerhin 9,4 Jahre gestiegen – für Frauen und für Männer.

Die vorzeitige Mortalität aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronischen Atemwegserkrankungen wird voraussichtlich bis 2020 um jährlich mindestens 1,5 Prozent gesenkt. Wenn lebensstilbedingte Risikofaktoren aber weiter zunehmen, kann sich der positive Trend umkehren. So sind Übergewicht (plus 3 %) und Adipositas (plus 2,5 %) in fast allen europäischen Ländern auf dem Vormarsch.

 

Quelle: www.bzfe.de /  21.09.18

 

Was tun mit den vielen Zwetschgen im Garten?
 

Bäuerinnen geben Tipps für die Verwertung der Früchte.

Überall biegen sich zur Zeit Zwetschgen- und Pflaumenbäume unter der Last der blauen Früchte. Jetzt ist Kreativität gefragt, will man die vielen köstlichen Vitaminbomben nicht einfach den Wespen überlassen. Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband helfen mit Tipps und Verarbeitungsideen.

Purer Genuss

Frisch vom Baum sind Zwetschgen und Pflaumen sehr köstlich und aufgrund ihres hohen Ballaststoff- und Fruchtzuckergehaltes zudem verdauungsfördernd. Empfindliche Menschen sollten hier allerdings nicht zu viele Früchte naschen, da sonst Bauchschmerzen und Blähungen drohen können.

An einem kühlen und dunklen Ort halten sich die Früchte drei bis vier Tage.  Frische Zwetschgen sind mit einer weißen Wachsschicht überzogen, die sie vor dem Austrocknen schützt. Deshalb Früchte erst kurz vor dem Verzehr waschen.

Einfrieren

Die schnellste und einfachste Methode, Zwetschgen und Pflaumen für den Winter zu konservieren, ist sie einzufrieren: Dazu entsteinen Sie die Früchte und frieren Sie in einem Gefrierbeutel ein, den Sie zuvor mit einer Angabe zum Inhalt, dem Einfrierdatum und Menge beschriften. Gefrorene Früchte halten circa ein Jahr. Bei großen Mengen an Früchten empfiehlt sich die Anschaffung eines Zwetschgen-Entsteiners.

Trocknen / Dörren

Zwetschgen und Pflaumen können durch Dörren im Backofen haltbar gemacht werden. Dazu die Früchte waschen, entsteinen und einlagig auf mit Backpapier ausgelegte Ofenbleche legen. Bei einer Temperatur von 50 bis 60 °C circa 15 Stunden trocknen. Dabei sollte die Ofentür mit einem Holzlöffel leicht geöffnet gehalten werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Wichtig ist, die Blechpositionen immer wieder zu tauschen. Gedörrte Zwetschgen bzw. Pflaumen sind fertig, wenn sich ihre Oberfläche leicht ledrig und fest anfühlt. Nach dem Abkühlen sind die Früchte in verschließbaren Dosen und Gläsern über Monate haltbar.

Datschi und Co.

Als Kuchenbelag eignen sich Zwetschgen und Pflaumen, für einen Datschi werden traditionell Zwetschgen verwendet. Als Unterlage dient je nach Geschmack ein Hefe- bzw. Mürbteig, auf dem die entsteinten und eingeschnittenen Früchte gedatscht, also flach aufgedrückt, werden. Verfeinert werden Zwetschgen- und Pflaumenkuchen gerne mit Zimt-Streusel.

Kompott und Mus

Zwetschgen-Kompott oder Pflaumenmus sind herrliche Begleiter von Mehlspeisen und herzhaften Wildgerichten oder zum Beispiel auch als „Topping“ auf Joghurt und Quark eine schöne Frühstücksidee. Bei beiden Gerichten ist Sauberkeit und hygienisches Arbeiten der Garant für langen Genuss.

Egal ob Sie, wie beim Kompott gekochte Fruchtstücke oder wie beim Mus gekochte und pürierte Früchte verwenden, sollten die Gläser jeweils heiß gespült und der Inhalt heiß eingefüllt werden.
Als Geschmackszutat eignen sich zum Beispiel Rotwein, Zimt, Nelken, oder auch Orangenschale.

Chutney und Co.

Süße Früchte wie Pflaumen und Zwetschgen passen auch hervorragend zur herzhaften Küche. Verarbeitet mit Ingwer, Curry, Thymian, Zwiebel und Essig sind sie Grundlage vielfältiger Chutneys oder Saucen, die gut zum Beispiel zu Gegrilltem passen. Aber auch in Kombination mit kräftigem Käse sind herzhaft eingemachte Zwetschgen und Pflaumen eine hervorragende Ergänzung.

Wo ist der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen?

Zwetschgen sind die länglich-ovalen Verwandten der eher runden Pflaumen. Im Gegensatz zu den Pflaumen lösen sich Zwetschgen leicht vom Stein und haben ein festes Fruchtfleisch. Sie eigenen sich daher für Obstkuchen, Zwetschgenknödel oder fruchtige Desserts.

Pflaumen haben eine eher weiche Konsistenz und zerkochen schneller beim Erhitzen. Deshalb eigenen sie sich besonders für Mus, Likör oder Konfitüre. Neben ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche sind Zwetschgen aber auch reich an Vitamin A, B, C und E. Damit unterstützen sie das Immun- und Nervensystem. Aufgrund ihres hohen Ballaststoff- und Fruchtzuckergehaltes wirken Zwetschgen zudem verdauungsfördernd.

Quelle: Bayerischer Bauernverband / 03.09.18

Übergewicht bei Teenagern

Bereits in der Jugend leidet das Herz

 

Wer als Jugendlicher zu viel wiegt, hat häufig bereits als junger Erwachsener einen erhöhten Blutdruck und ein belastetes Herz. Das lässt eine Studie der Universität Bristol vermuten. Die Wissenschaftler hatten Daten von mehr als 3.000 jungen Probanden im Alter von 17 Jahren ausgewertet. Es wurden unter anderem Blutdruck, Herzfrequenz und der Körpermassenindex (BMI) als Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße ermittelt, der ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichts ist. Im Alter von 21 Jahren bestimmten Mediziner bei rund 400 der Studienteilnehmenden mit Hilfe von Magnetresonanztomographie Herzgröße und bestimmte Parameter zur Funktion des Herzens.

Teenager, die im Alter von 17 Jahren zu viele Pfunde auf die Waage brachten, hatten im Alter von 21 Jahren häufiger einen erhöhten Blutdruck. Außerdem neigten sie zu einer Vergrößerung der linken Herzkammer, die das sauerstoffreiche Blut in den Körper pumpt. Das deutet auf eine Organschädigung des Muskels hin und ist ein Vorbote für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Reine Beobachtungsstudie können aber keine ursächlichen Beziehungen nachweisen. Mit Hilfe von genetischen Methoden wie der Mendelschen Randomisierung konnten die Wissenschaftler die Resultate jedoch untermauern. Allerdings ließen sich bei der Herzfrequenz der übergewichtigen Jugendlichen keine erhöhten Werte feststellen. Das lässt vermuten, dass die Vergrößerung des Herzens allein auf die Erhöhung des Schlagvolumens zurückzuführen war. Das Schlagvolumen ist die Menge Blut, die das Herz bei einem Herzschlag in den Körper pumpt. Die Halsschlagader war nicht verdickt, sodass Adipositas offenbar zunächst nur das Herz belastet und Arteriosklerose erst im höheren Alter auftritt.

Die britischen Wissenschaftler betonen im Fachjournal „Circulation“, wie wichtig die Vorbeugung von Übergewicht und Fettleibigkeit bereits im Kindes- und Jugendalter ist, um Herz-Kreislauf-Beschwerden und anderen Erkrankungen im späteren Leben vorzubeugen.

 

Quelle:  www.bzfe.de / 22.08.18

 

Einkaufen in Unverpackt-Läden

Nicht schwieriger, aber anders

 

Heute gibt es fast in jeder größeren deutschen Stadt Geschäfte, die verpackungsfreie Produkte anbieten. Die ersten „Unverpackt“-Läden wurden gerade einmal vor vier Jahren eröffnet. Seitdem werden es immer mehr. Das trifft den Nerv der Zeit, denn viele Menschen lehnen die „Verpackungsflut“ ab und suchen nach umweltbewussten Alternativen.

Aber wie fügt sich der unverpackte Einkauf in den Alltag ein, und welche Hürden gibt es? Damit haben sich Wissenschaftler der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) beschäftigt. Sie führten eine Tagebuch-Studie mit 48 Kunden von zwei Unverpackt-Läden in Münster und Hamburg durch. Über einen Zeitraum von drei Wochen wurde jeder Einkauf ab einem Wert von 5 Euro mit Einkaufsstätte und Kassenbon erfasst. Insgesamt 575 Einkäufe und 4.452 Produkte gingen in die Auswertung ein.

Offenbar kombinieren die Verbraucher den Einkauf im Unverpackt-Laden in unterschiedlichem Ausmaß mit Besorgungen im klassischen Supermarkt, Bioladen oder auf dem Wochenmarkt. „Die Lage und Erreichbarkeit eines Ladens spielt für die Wahl einer Einkaufsstätte die größte Rolle, aber auch das unverpackte Angebot und die Auswahl an Bioprodukten sind den Kunden wichtig“, erklärt Dr. Melanie Kröger, Projektkoordinatorin an der HNEE.

Die Käufer entscheiden bewusst, welche Produkte sie in welcher Einkaufsstätte kaufen. So greifen sie im Unverpackt-Laden besonders häufig zu Nüssen, Saaten, Müsli, Flocken und Trockenfrüchten, hat die Studie gezeigt. Auch Getreide, Reis und Hülsenfrüchte sind typische Produkte. Für Südfrüchte und anderes Obst, Gemüse, Käse und Wurst gehen Kunden von Unverpackt-Läden eher in klassische Geschäfte. Solche Lebensmittel gibt es dort in großer Auswahl und häufig auch als lose Ware.

In einem Unverpackt-Laden bringen Verbraucher ihre eigenen Behälter, etwa Schraubgläser, Boxen oder Tüten mit. „Dadurch braucht der Unverpackt-Einkauf etwas Vorbereitung und muss erst in den Alltag integriert werden. Er ist nicht per se schwieriger, sondern anders“, verdeutlicht Kröger. Es hilft zum Beispiel, wenn immer eine Tasche mit den notwendigen Behältern griffbereit in der Küche steht. Die Studie zeigt auch, dass unverpackt-Kunden einen festen Rhythmus entwickeln, etwa einen bestimmten Tag pro Woche dort einkaufen. Die Motive für den unverpackten Einkauf sind vielfältig. In erster Linie möchten die Kunden Abfall und Plastik reduzieren, aber auch die Auswahl individueller Mengen und die Produktqualität werden geschätzt.

 

Quelle: www.bzfe.de / 19.07.18

 

"Bequeme" Lebensmittel kühlen:

Obstbecher und küchenfertige Salate gleich verbrauchen

 

Nicht nur zur Sommerzeit, aber gerade jetzt muss man verstärkt auf Hygienegrundsätze achten. Vorgeschnittenes Obst und in Folien verpackte Blattsalate sind praktisch, besonders wenn es mal schnell gehen soll. Doch vom Anbau bis zur Verpackung besteht das Risiko einer mikrobiellen Kontamination, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin betont.

Diese „Bequem-Produkte“ müssen deshalb im Handel gekühlt angeboten werden. Ähnlich wie bei Speiseeis wäre eine Kühltasche für den Transport sinnvoll. Und Daheim gehören sie sogleich in den Kühlschrank.

Die vorgeschnittenen Blattsalate werden unter Schutzatmosphäre verpackt. Das heißt, ist die Verpackung erst mal geöffnet, dann ist dieses leicht verderbliche Lebensmittel der normalen Atmosphäre ausgesetzt. Und da wimmelt es natürlicherweise nun mal nur so von allen möglichen Keimen. Der Hersteller garantiert die Qualität des Produkts jedoch nur für die ungeöffnete Verpackung sowie bei vorgeschriebener Kühlung. Deshalb sollte man den Salat nach dem Öffnen sofort komplett verwenden und nichts aufbewahren.

Farbverlust, braune Stellen oder viel Flüssigkeit weisen auf eine mangelnde Frische hin. Ebenso kritisch ist eine gewölbte Verpackung, da die gebildeten Gase Zeichen der einsetzenden Gärung sind.

Quelle: www.bzfe.de / 05.07.18

Kann man Blüten essen und welche?

 

Viele Blüten sind essbar. Sie schmecken von süß bis würzig scharf und sorgen in Salaten, Desserts und Snacks für ein besonderes Geschmackserlebnis. „Die Blüten von Begonie, Borretsch und Chrysanthemen, Dahlien, Gänseblümchen und Herbstastern sind ebenso genießbar wie die Holunder-, Lavendel- und Schlüsselblumenblüten“, erklärt Silke Noll, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Gern genutzt werden auch Ringelblume und Kapuzinerkresse. Aus ihnen kann man beispielsweise Blütenbutter oder Blütensalat herstellen. Gegessen werden sollten nur Blüten ungespritzter Pflanzen. Idealerweise kommen sie möglichst frisch auf den Tisch. Die besten Aromen liefern die Blüten am Morgen, wenn sie sich gerade geöffnet haben.

Einige Blüten wie Veilchen oder Rosen lassen sich auch kandiert oder getrocknet einsetzen. Akelei, Christrose und Fingerhut sind dagegen giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Ernährungsexpertin Silke Noll rät, nur Blüten zu essen, von denen man sicher weiß, dass sie essbar sind.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern / 29.06.18

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder:
nützlich oder überflüssig ?

 

Marktcheck der Verbraucherzentralen belegt, dass zahlreiche Produkte überdosiert und ungeeignet sind.

 

Jedes zehnte Kind bekommt täglich Nahrungsergänzungsmittel oder mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel. Einige sogar Beides. Die Produkte vermitteln den Eindruck, dass sie die Abwehrkräfte stärken oder die Konzentrationsfähigkeit erhöhen.

Die Verbraucherzentralen haben 26 Nahrungsergänzungen für Kinder auf Zusammensetzung und Werbeaussagen geprüft. Das Ergebnis: Die Produkte sind meist zu hoch dosiert, was zu unerwünschten Wirkungen führen kann. Außerdem sind sie schlichtweg überflüssig und häufig sehr teuer.

Der Marktcheck zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder legt grundsätzliche Schwächen der Produktgruppe offen. Bei 85 Prozent der Produkte lag mindestens eines der Vitamine oder Mineralstoffe über dem Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für vier- bis sieben-Jährige.

42 Prozent der Produkte (11 von 26) überschritten die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlenen Höchstmengen für die tägliche Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen aus Nahrungsergänzungsmitteln. Das ist besonders kritisch, denn diese Höchstmengen sind für Jugendliche ab 15 Jahren vorgesehen. So können sich beispielsweise die fettlöslichen Vitamine A oder D im Körper anreichern und sich in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit negativ auf die Gesundheit auswirken.

„Der Gesetzgeber sollte verbindliche Höchstmengen für Nährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln festlegen und dabei die spezifischen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigen“, fordert Uta Viertel von der Verbraucherzentrale Sachsen. Vor dem Hintergrund des Vorsorgeprinzips ist aus Sicht der Verbraucherzentralen bis zur Festlegung einer solchen verbindlichen Regelung für Nahrungsergänzungsmittel für Kinder keine ausreichend sichere Produktgruppe.

Vor allem Produkte in Form von Bonbons oder Bärchen bergen zudem die Gefahr, mit Süßigkeiten verwechselt und in größeren Mengen verzehrt zu werden. Die gesundheitsbezogenen Angaben auf den Verpackungen waren überwiegend zulässig, dennoch vermittelten sie oft ein falsches Bild. Eine übermäßige Zufuhr von Nährstoffen über den Bedarf hinaus führt nicht zu einer Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.

„Eltern müssen besser über Risiken aufgeklärt werden, die durch die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auftreten können. Kinder benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzungen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft sind und bleiben die Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Kinder“, empfiehlt Viertel.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen / 19.06.18

Kalte Limonade oder warmer Tee

Was erfrischt in der Sommerhitze?

 

An heißen Sommertagen ist die Lust auf eiskalte Getränke besonders groß. Eine Limonade mit Eiswürfeln soll für Abkühlung sorgen. Allerdings erfrischt der kühle Drink nur für den ersten Augenblick. Dann produziert der Körper zusätzlich Wärme, um den Temperatursturz auszugleichen. Auch ein heißer Kaffee ist bei sommerlichen Temperaturen keine gute Idee. Da der Körper die Wärme abgeben möchte, erweitern sich die Gefäße, und wir schwitzen noch mehr. Ideal sind lauwarme Getränke, da sie der Körpertemperatur am ehesten entsprechen und den Kreislauf schonen. Nicht ohne Grund wird in arabischen und nordafrikanischen Ländern gerne ein warmer Pfefferminztee getrunken.

Viel wichtiger als die Trinktemperatur ist allerdings die Trinkmenge. Mehr als die Hälfte des menschlichen Körpers besteht aus Wasser. Er braucht Flüssigkeit, um zu funktionieren. Daher sollte ein Erwachsener am Tag im Durchschnitt mindestens 1,5 Liter trinken. Bei hohen Temperaturen ist der Bedarf deutlich höher, da wir schwitzen und auch über den Schweiß Flüssigkeit verlieren. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden. „Nehmen Sie auch unterwegs, auf Autofahrten und Spaziergängen immer eine Flasche Wasser mit“, rät Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Mit einem Spritzer Zitronensaft, wenigen Blättern frischer Minze oder ein paar Gurkenscheiben kommt etwas Geschmack in das Leitungs- oder Mineralwasser. Gute Durstlöscher sind auch ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen im Verhältnis von einem Teil Fruchtsaft und drei Teilen Wasser.

Bereits zwei Prozent Flüssigkeitsverlust bezogen auf das Körpergewicht verringern die geistige Leistungsfähigkeit, was sich vor allem am Arbeitsplatz bemerkbar macht. „Wer eine Flasche Wasser oder eine Karaffe auf den Schreibtisch stellt, kann das Trinken gar nicht mehr vergessen“, meint Seitz. „Auch zu jeder Mahlzeit gehört ein Getränk – nicht nur im Sommer.“ Der ideale Snack für zwischendurch ist wasserhaltiges Obst und Gemüse, da der Körper auch über die Nahrung Flüssigkeit aufnimmt. Dazu gehören zum Beispiel Melone, Gurke und Beerenfrüchte.

 

Quelle:  www.bzfe.de / 19.06.18

Ernährungsberater - Traumjob mit Anspruch
 

Anerkannte Ernährungsberater sind qualifizierte Fachkräfte mit einer Ausbildung oder einem Studium. Ihr Beruf erfordert vielfältige Kenntnisse und Kompetenzen, denn sie beraten Menschen in Bezug auf ihre Ernährung und ihre Gesundheit.

Die anspruchsvolle Qualifizierung durch eine Ausbildung oder ein Studium in Kombination mit einem Zertifikat bürgt für die hohe Qualität der Beratungsleistung. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann nicht von kurzfristig geschulten Menschen übernommen werden.

Die Berufsbezeichnung „Ernährungsberater“ ist rechtlich nicht geschützt. Dadurch ist es für Verbraucher einerseits schwierig, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Andererseits stehen Interessierte, die den Beruf des Ernährungsberaters ergreifen wollen, vor einer Fülle von teilweise zweifelhaften Bildungsangeboten.

Drei Varianten zum Ernährungsberater/DGE

In Deutschland gibt es nur wenige anerkannte Zertifikate. Die DGE bietet mit dem Zertifikatslehrgang „Ernährungsberaterin/DGE, Ernährungsberater/DGE“ eine solche Qualifizierung in drei Varianten an. Kompakt oder berufsbegleitend mit je 215 Unterrichtseinheiten ist der Lehrgang auch für Berufsanfänger geeignet. In der intensiven Form, mit 56 Unterrichtseinheiten in der Präsenzphase, ist er für Berufserfahrene eine ideale Qualifikation. „Ernährungsberater/DGE“ bilden sich kontinuierlich fort und weisen dies regelmäßig nach. Dies ist eine Voraussetzung, damit das Zertifikat seine Gültigkeit behält.

Damit Klienten eine Bezuschussung ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten können, muss der Ernährungsberater über ein anerkanntes Zertifikat verfügen. Nur wer den Beruf Diätassistent erlernt hat oder erfolgreich Oecotrophologie, Ernährungswissenschaft und fachverwandte Studiengänge mit Bachelor- oder Masterabschluss studiert hat, bietet diese Voraussetzung.

Berufsfeld Ernährungsberatung

Ernährungsberater leiten sowohl individuell als auch in Kursen zu allen Ernährungsthemen oder auch zu einer Gewichtsreduktion kompetent an. So beraten sie z. B. bei der Ernährung in der Schwangerschaft, im Säuglings- und Kindesalter oder im Seniorenalter. Eine qualifizierte Ernährungsberatung ist wissenschaftlich fundiert und auf die Interessen, den Gesundheitszustand sowie die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten.

Ernährungsberater können auch im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung tätig werden. Für Firmen, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren möchten, sind sie qualifizierte Ansprechpartner. Darüber hinaus sind sie befähigt, Fachvorträge und Seminare zu halten bzw. Workshops für Verbraucher oder Multiplikatoren zu Themen der Ernährung durchzuführen. Ernährungsberater informieren neutral und unabhängig.

Quelle: DGE / 17.05.18

Glutenfreie Produkte für Gesunde unnötig

 

Der Umsatz mit glutenfreien Lebensmitteln steigt seit Jahren. Viele Menschen meinen, sich damit gesünder zu ernähren. Ohne nachgewiesene Unverträglichkeit bieten die Produkte aber keinen Vorteil. Die VERBRAUCHER INITIATIVE rät, bei Beschwerden zum Arzt zu gehen und Lebensmittel nicht auf eigene Faust vom Speiseplan zu streichen.

„Lebensmittel ohne Gluten sind eine echte Hilfe für Personen, bei denen eine Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, diagnostiziert wurde. Sie müssen lebenslang glutenfrei essen, d. h. auf heimische Getreidesorten wie Weizen, Gerste oder Roggen und daraus hergestellte Produkte verzichten“, erklärt Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Glutenfreie Brote, Nudeln, Müslis, Backmischungen, Gebäck und andere Getreideprodukte ermöglichen es Zöliakiepatienten, abwechslungsreicher zu essen. Neben dem Aufdruck „glutenfrei“ sind sie an dem Zeichen „Durchgestrichene Ähre“ der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft zu erkennen. Außerdem müssen glutenhaltige Getreide in der Zutatenliste oder im Zutatenverzeichnis angegeben werden. Werden Lebensmittel ausgelobt, die ohnehin kein Gluten enthalten, wie Schnitt- oder Hartkäse, verunsichert der Hinweis „glutenfrei“ mehr als dass er nutzt.

Der Trend, bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden glutenhaltige Getreidesorten auf Verdacht wegzulassen und glutenfreie Lebensmittel zu bevorzugen, greift um sich. Das geht zulasten des Haushaltsbudgets, denn die Produkte sind um einiges teurer als herkömmliche Lebensmittel. Und es kann zu einer unzureichenden Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kommen, wenn die Ernährung nicht ausgewogen ist.

„Lassen Sie die Ursache für anhaltend starke Durchfälle, Bauchschmerzen und Blähungen abklären. Stellt der Arzt eine Zöliakie oder eine Weizensensitivität fest, kann eine Ernährungsfachkraft dabei helfen, eine geeignete Ernährung zusammenzustellen“, empfiehlt Borchard-Becker. Die Weizensensitivität äußert sich ähnlich wie die Zöliakie. Vermutlich sind aber andere Auslöser beteiligt und sie verläuft nicht so schwer. Gluten muss meistens nicht so strikt gemieden werden.

Abzugrenzen sind Zöliakie und Weizensensitivität von der Weizenallergie, die zu den Lebensmittelallergien zählt. 

Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE / 17.05.18

Von Joghurt bis Orangensaft:
Eltern unterschätzen häufig den Zuckergehalt

 

In den ersten Lebensjahren treffen in der Regel die Eltern die Ernährungsentscheidungen für ihre Kinder. Eine große Schwierigkeit ist nach einer Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung die Beurteilung des Zuckergehalts von Lebensmitteln. Häufig wird er unterschätzt, was das Übergewichtsrisiko der Jungen und Mädchen ansteigen lässt.

An der Untersuchung nahmen 305 Eltern mit ihren Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren teil. Die Wissenschaftler prüften, wie gut Eltern den Zuckergehalt (gemessen in Zuckerwürfeln) verschiedener Lebensmittel schätzen konnten. Im Fokus standen Orangensaft, Cola, PizzaJoghurt, Müsliriegel und Ketchup.

Anschließend setzten sie die Ergebnisse mit dem Körpermassenindex (BMI) der Kinder in Zusammenhang. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) an. Bei Kindern verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist.

Über 70 Prozent der Eltern schätzten den Zuckergehalt der Nahrungsmittel zu niedrig ein. Bei Joghurt lag die durchschnittliche Differenz zum realen Wert sogar bei sieben Zuckerwürfeln. Das hat Folgen: Eltern, die bei Lebensmitteln einen geringeren Zuckergehalt vermuteten, hatten häufiger übergewichtige Kinder. Besonders schwer fällt offenbar die Einordnung von Lebensmitteln mit einem „gesunden“ Image wie Joghurt (94 %) und Orangensaft (84 %). Bei Müsliriegeln und Ketchup gaben die Eltern dagegen einen höheren Zuckergehalt an (66 bzw. 47 %).

Allerdings müssen die Ergebnisse noch in weiteren Studien untermauert werden. Auch die Hintergründe sind noch nicht abschließend geklärt, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „International Journal of Obesity“. Vermutlich werde der Konsum der Lebensmittel nicht ausreichend kontrolliert, wenn der Zuckergehalt unterschätzt wird.

Nach einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation sollte der Zuckerkonsum nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. In Deutschland ist die verzehrte Menge fast doppelt so hoch. Die Wissenschaftler plädieren für eine transparente und verständliche Kennzeichnung, damit die Eltern den Zuckergehalt von Lebensmitteln besser beurteilen können.

Quelle: www.bzfe.de / 17.05.18

PORTIONSANGABEN FÜR LEBENSMITTEL
OFT UNSINNIG UND VERWIRREND

 

Verbraucherzentralen fordern realistische Portionsgrößen als Einkaufshilfe.

Die freiwillige Kennzeichnung von Portionsangaben auf Lebensmittelverpackungen ist oft unsinnig und verwirrend. Das zeigt ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentralen. Die Verbraucherschützer haben bundesweit 211 Lebensmittel aus acht Produktgruppen überprüft. Teilweise rechnen die Hersteller mit Miniportionen ihre zucker- und fettreichen Produkte „gesund“. Anbieter und Gesetzgeber müssen nachbessern, damit Portionsangaben auf dem Etikett zu einer leicht verständlichen Einkaufshilfe werden, fordern die Verbraucherzentralen.

Willkür bei Süßwaren

Vor allem bei Süßwaren entsprechen die Portionsgrößen meist nicht der Realität. Fruchtgummischlangen oder Schokoladenriegel beispielsweise werden für die Portionsangabe willkürlich geteilt. „Wer isst nur ein Drittel eines Schokoriegels oder zwei Drittel einer Fruchtgummischlange“, kritisiert Jutta Saum-weber, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern diese Praxis.

Unsinn bei Konserven

Unsinnige Portionsangaben haben die Verbraucherzentralen auch bei Konservendosen gefunden. – Auf einer Dosensuppe mit 390 Millilitern Inhalt ist eine Portionsgröße von 260 Millilitern angegeben. Und bei einer 250-Gramm-Dose mit Kidneybohnen besteht eine Portion aus 200 Gramm. In beiden Fällen bleiben wenig verbraucherfreundlich Reste übrig.

Verwirrung bei Keksen

Für Kekse nutzen die Hersteller völlig uneinheitliche Portionsgrößen: 15 verschiedene Angaben zwischen 5 und 44 Gramm ermittelten die Verbraucherzentralen im Marktcheck. „In dieser Form bieten Portionsangaben überhaupt keine Orientierung beim Einkauf“, findet Jutta Saumweber. „Dieser Wirrwarr muss ein Ende haben.“

Ampelkennzeichnung pro Portion ist keine Lösung

Namhafte Unternehmen der Lebensmittelindustrie haben kürzlich eine Ampelkennzeichnung pro Portion vorgeschlagen. Die Ergebnisse des Marktchecks der Verbraucherzentralen verdeutlichen, dass dies keine Lösung sein kann. Willkürlich festgelegte Portionsgrößen bergen die Gefahr, dass Verbraucher über die tatsächlich verzehrte Menge von Zucker, Fett oder Salz getäuscht werden.

Anbieter und Gesetzgeber müssen nachbessern

„Die derzeitige freiwillige Angabe von Portionsgrößen mit den dazugehörigen Nährwerten ist meistens keine Einkaufshilfe für Verbraucher“, meint Jutta Saumweber. Die Verbraucherzentralen fordern die Hersteller auf, nur realistische Portionsgrößen wie einen Riegel, einen Becher oder eine Scheibe anzugeben. Darüber hinaus sollte der Gesetzgeber eine verständliche, farblich basierte Nährwertkennzeichnung auf der Basis von einheitlichen Werten wie 100 Gramm oder 100 Millilitern auf den Weg bringen. „Dafür geeignet ist zum Beispiel eine Nährwertampel auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen“, so Jutta Saumweber.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern e.V / 16.04.2018

GEPANSCHTE WURST ERHÄLT SILBERMEDAILLE DER DEUTSCHEN LANDWIRTSCHAFTS-GESELLSCHAFT

 

ZDF-Magazin „Frontal 21“: Wurst mit neun Prozent Fleischanteil ausgezeichnet. Foodwatch: „Blamage für DLG“.

 

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat eine gepanschte Wurst aus Fleischabfällen mit dem silbernen DLG-Preis prämiert. Das berichtet das ZDF-Magazin „Frontal 21“ in seiner Ausgabe am Dienstag, 10. April 2018, 21.00 Uhr. Die Geflügelwurst bestand nur zu neun Prozent aus Fleisch, zu
27 Prozent aus Wasser und zu 46 Prozent aus so genanntem Separatorenfleisch, das sind Abfälle aus der Fleischproduktion. Der vom Knochen abgepresste Brei gilt laut Lebensmittelrecht nicht als Fleisch und muss gekennzeichnet werden. Außerdem war der Wurst ein handelsübliches Pulver aus Schlachtblutplasma beigemengt, das eine hohe Wasserzugabe kaschiert. Die Zutaten wurden gegenüber der DLG verschwiegen.

Ein DLG-Sprecher betonte, dass der Lebensmittelhersteller die Verantwortung für seine Produkte trage. Separatorenfleisch sei bei der DLG-Qualitätsprüfung von vorneherein ausgeschlossen. Warum die gepanschte Wurst nicht auffiel, sondern mit Silber prämiert wurde, konnte die DLG nicht erklären. Die DLG ist nach eigenen Angaben die führende Organisation der Land-, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Sie zeichnet jährlich Lebensmittel in Gold, Silber und Bronze aus. Alle ausgezeichneten Produkte müssen Labortests sowie Zubereitungs-, Verpackungs- und Kennzeichnungsprüfungen bestehen.

„Wenn man so ein Machwerk auszeichnet, dann stellt sich schon die Frage, wie vertrauenswürdig ist dieser Preis“, kommentierte Johannes Fechner, Sprecher für Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion, die Wurstprämierung. Die DLG verlasse sich offenbar auf die Herstellerangaben, kritisierte Fechner. „Das ist eine Blamage für die DLG“, urteilte Luise Molling von Foodwatch. Die Verbraucherschutzorganisation vermutet, dass in vielen Fleischwaren billiges Separatorenfleisch verarbeitet wird, ohne es zu deklarieren.

Diese Befürchtung teilt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Volker Ullrich: „Ich gehe davon aus, dass die meisten Betriebe nicht nennen wollen, wo Separatorenfleisch drin ist.“ Ullrich forderte gegenüber „Frontal 21“: „Der Verbraucher muss klar und deutlich erkennen können, was denn tatsächlich in der Wurst ist.“ Dafür reiche das DLG-Siegel nicht aus. „Wir brauchen andere und bessere Siegel.“

Nach offiziellen Angaben werden in Deutschland rund 70.000 Tonnen Separatorenfleisch pro Jahr verarbeitet. „Frontal 21“ hat alle verarbeitenden Betriebe angefragt. Kein Unternehmen wollte offenlegen, in welchen Produkten der billige Fleischbrei landet. Die gepanschte, aber mit Silber prämierte Geflügelwurst hatte aufgrund des hohen Wasseranteils und des billigen Separatorenfleisches einen Materialwert von lediglich 59 Cent pro Kilo. Im Supermarkt könnte sie aber für mehr als sieben Euro über die Theke gehen, sagen Fachleute. „Frontal 21“ hat die Herstellung der Wurst in einer Reportage begleitet.

Quelle: ZDF, übermittelt durch news aktuell  / 10.04.2018

SO SCHMECKT SPARGEL NOCH BESSER

 

Spargelfreunde und Weinliebhaber freuen sich. Denn die Saison für das edelste unserer Gemüse steht vor der Tür. Frischer Spargel verspricht Genuss ohne Reue, denn ein Pfund der edlen Stangen enthält gekocht gerade mal 65 kcal.

Ist das der Grund, warum Spargel bei uns so beliebt und begehrt ist? Oder liegt es ganz einfach nur am Geschmack? Am liebsten genießen wir Spargel übrigens mit Schinken, Kartoffeln, Sauce Hollandaise und einem guten Wein.

Kellermeister Martin Hafner empfiehlt zum königlichen Gemüse den Grauen Burgunder der Marke Deutsches Weintor. Insgesamt sechs Mal kürte bereits die Fachzeitschrift Weinwirtschaft den Grauen Burgunder aus der Erfolgsserie „Exklusiv trocken“ der Marke Deutsches Weintor zum „Deutschen Weißwein des Jahres im Lebensmitteleinzelhandel“.

Ein gehaltvoller, würziger Wein mit voller Frucht und geschmeidig-cremiger Note. Sein Bukett erinnert an süße Honigmelonen. Der samtige und charmante Pfälzer passt besonders gut zu Spargelgerichten aber auch zu Kalbfleisch, Nudelgerichten, herzhaftem Gemüse oder kräftigen Fischgerichten.

Fakt ist, die Anbaufläche von Spargel wächst von Jahr zu Jahr und kein Gemüse wird in Deutschland auf einer größeren Anbaufläche angebaut. Wer Wert auf allerhöchste Qualität legt, sollte die leckeren Stangen am besten beim nächsten Spargelbauern holen. Denn bei dem edelsten aller Gemüse zählt nichts mehr als Frische.

 

Der richtige Wein zum Spargel

 

Kellermeister Martin Hafner von der Marke Deutsches Weintor empfiehlt zu Spargelgerichten einen trockenen weißen Burgunder. Der Weiße Burgunder von Deutsches Weintor ist ein ausdrucksvoller, weicher Wein mit pikanter Fruchtsüße und feinherbem Nachhall. Sein feines, elegantes Bukett hat eine leicht nussige Note. Er passt besonders gut zu Spargel und mildem Frischkäse sowie zu leichten Geflügelgerichten, Frikassee und feinem Fisch.

 

Quelle: Wirths PR / 10.04.2018

Zu gut für die Tonne! stellt die besten Rezepte für die kreative Resteküche vor. Mit Rezepten von Sarah Wiener, Tim Mälzer, Daniel Brühl und vielen anderen Kochpaten. Die App ist ein kostenfreies Angebot des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). 

Die App wurde nominiert für den Bundespreis Ecodesign 2014 und den Digital Communication Award 2013. 

 

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Rette Essen mit der Too Good To Go App – der weltweiten Nummer 1 gegen Lebensmittelverschwendung. So bekommst du leckeres Essen bei dir in der Nähe für nur 3€ - Essen, das andernfalls entsorgt werden muss.

 

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